Warum dein Foto nicht eingelesen wird — und wie du es in Sekunden behebst
Du hast nach dem Training schnell die Scheibe abfotografiert oder einen Screenshot aus der App gemacht, und Ring Reader liest nichts ein oder gibt ein falsches Ergebnis zurück. Frustrierend, gerade wenn die Anlage längst aus ist und du das Foto nicht wiederholen kannst.
Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen liegt es an einem von drei Dingen. Alle drei sind sehr einfach zu beheben — wenn man sie kennt.
1. Die Scheibe liegt auf dunklem Untergrund
Der mit Abstand häufigste Fehler. Wenn die Scheibe auf einem dunklen Tisch, einer Holzplatte oder dem Hallenboden liegt, verschwimmt der dunkle Spiegel mit dem Hintergrund. Die Erkennung findet die Ränder der Einschusslöcher nicht mehr und steigt aus.
Der Fix: Leg ein helles Blatt unter die Scheibe. Weißes Papier reicht, ein Bogen gelbes Tonpapier ist auch gut, besonders wenn Schüsse außerhalb des schwarzen Spiegels liegen. Mehr dazu im Kapitel Scheibe scannen.
2. Du hast den falschen Bildschirm fotografiert
Das passiert bei Fotos vom Stand-Bildschirm (Meyton, Disag) schnell. Es ist dabei nicht die Frage, ob das Foto scharf genug ist, sondern es ist der falsche Inhalt.
Die laufende Trefferanzeige — der Spiegel mit den Einschüssen — sieht aus, als wäre alles drauf. Aber aus dieser Ansicht liest Ring Reader keine Zahlen. Die Daten stecken in der Wertungsansicht: der Schussliste mit Schussnummern, Ringwerten, Teiler und Abweichungspfeilen.
- Meyton: in die Wertungsansicht mit Schussliste wechseln, dann abfotografieren.
- Disag: die Rückschau öffnen (auch am Tablet), dann abfotografieren.
Faustregel: Wenn auf dem Foto keine Liste mit Schussnummern und Teiler zu sehen ist, fehlen die Daten, egal wie scharf das Bild ist. Das Schussbild muss gar nicht auf dem Foto sein, es wird nicht ausgewertet. Also am besten einfach die Wertungsansicht hochkant ohne Spiegelungen fotografieren. Die Schritte pro System stehen unter Bildschirme richtig abfotografieren.
3. Der Screenshot ist abgeschnitten
Screenshots aus der Disag ShotsApp oder der BlackHole-App sind tückisch: Die Ergebnisliste ist oft länger als der Bildschirm, und ein normaler Screenshot erfasst nur den sichtbaren Ausschnitt. Importierst du den, fehlen einfach die unteren Schüsse — ohne Fehlermeldung.
So bekommst du die ganze Liste in ein Bild:
- Android: Screenshot machen, dann auf „Scrollaufnahme” bzw. „Erweiterter Screenshot” tippen. Das Handy scrollt automatisch weiter und fügt alles zu einem langen Bild zusammen.
- iPhone: In Apps gibt es keine native Ganzseiten-Aufnahme. Eine App wie Picsew fügt einzelne Screenshots zu einem langen Bild zusammen.
Bei der ShotsApp geht es auch ohne langen Screenshot: einfach die Übersicht und je einen Screenshot pro Serie aufnehmen und alles zusammen hochladen. Ring Reader setzt daraus die einzelnen Serien und eine Gruppe zusammen. Details unter App-Screenshots vollständig erfassen.
Warum sich der kurze Mehraufwand lohnt
Ein gutes Foto ist der Unterschied zwischen „Ergebnis ist in ein paar Sekunden erfasst” und „ich tippe alles von Hand nach”. Und es geht nicht nur um diese eine Auswertung: Jedes sauber eingelesene Ergebnis landet in deinem Verlauf. Und je mehr davon zusammenkommen, desto deutlicher siehst du, wie sich deine Leistung über die Saison entwickelt.
Es lohnt sich also, das helle Blatt unterzulegen oder kurz in die Rückschau zu wechseln.
Probier’s beim nächsten Training aus — Scheibe fotografieren, Ergebnis in Sekunden. Ring Reader öffnen
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